Bayern 2

     

IQ - Wissenschaft und Forschung Bergbau in Stein- und Bronzezeit

Ein Feuerstein | Bild: colourbox.com

Donnerstag, 17.03.2022
18:05 bis 18:30 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Bergbau in Stein- und Bronzezeit
Auf der Suche nach Rohstoffen
Von Katharina Hübel
Diese Sendung hören Sie auch in der BR Radio App und ist als Podcast verfügbar.

Der Bergbau ist eine uralte Kulturtechnik. Als der Neandertaler noch auf der Erde unterwegs war und die Menschen noch längst nicht sesshaft waren, da machten sie sich bereits mit dem Boden und seinen Rohstoffen vertraut. Vor Ackerbau und Viehzucht nutzten Menschen bereits Georessourcen. Beispielsweise bauten sie Farbpigmente ab, gruben mit eiszeitlichen Hornspitzhacken danach, schlugen Mineralien aus dem Stein. Für die Steinzeit ist ein regelrechter Handel mit hochwertigem Feuerstein belegt. Europas bester Feuerstein wurde in großem Maßstab in Niederbayern abgebaut. Zehn Jahre lang haben Kelheimer Archäologen die Schächte - insgesamt hunderttausende - akribisch untersucht und dokumentiert und trotzdem nur einen Bruchteil davon sichten können. In der Bronzezeit brachte der Bergbau die Menschen im Alpenraum zu technologischen Hochleistungen. Der Mitterberg in der Nähe von Salzburg ist vor 5.000 Jahren Europas größtes Kupfererz-Abbaugebiet und mutet regelrecht vorindustriell an: mit Bewässerungs- und Belüftungssystem, einer arbeitsteiligen Organisation und auch einem riesigen oberirdischen Areal, auf dem das Kupfererz, zum Beispiel in Schmelzöfen, weiterverarbeitet wurde. Immer wieder stoßen die Forscher auf große Überraschungen. Wie ein Münchner Archäologe, der in 4.000 Jahre altem Zahnstein einen unerwarteten Rohstoff gefunden hat.

Redaktion: Thomas Morawetz

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