Bayern 2

     

IQ - Wissenschaft und Forschung Urvogel Archaeopteryx

Holzstich einer Archaeopteryx-Fossilie | Bild: picture alliance / imageBROKER | bilwissedition

Donnerstag, 05.05.2022
18:05 bis 18:30 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Urvogel Archaeopteryx
Beweisstück der Evolution
Von Katharina Hübel
Diese Sendung hören Sie auch in der BR Radio App und ist als Podcast verfügbar.

Bayern vor 150 Millionen Jahren: Ein Meer mit schönen, weißen Stränden, Korallenriffen und Inseln. Und inmitten dieses Paradieses eine wunderbare Artenvielfalt, die heute, fantastisch erhalten, im Jura-Museum Eichstätt zu sehen ist. Dabei handelt es sich nicht etwa um gewöhnliche Versteinerungen. Einige physikalische Besonderheiten in diesem Urzeitmeer sorgten dafür, dass die Beschuppung von Urzeit-Haien immer noch sichtbar ist, die Haut und sogar die Blutgefäße von Sauriern - bis hin zu Federn und ihrer Farbe. Und dass ein ganz besonderer Fund in den so genannten Solnhofener Plattenkalken konserviert wurde - der Archaeopteryx. Ein Urvogel, der zu einer Zeit aus dem Gestein geborgen wurde, als Charles Darwin auf der Suche nach seinem letzten Beweis für die Evolutionstheorie war. Er suchte ein Fossil, das bewies, dass es so genannte Übergangsformen gab - wie Archaeopteryx, ein Tier zwischen Reptil und Vogel. Politisch ein brisanter Fund, da der Wissenschaftsstreit "Schöpfungsgeschichte versus Evolutionstheorie" damals voll entbrannt war. Und auch heute ist der Archaeopteryx für die Forschung längst noch nicht ad acta gelegt. Jüngste Funde anderer Urvögel, beispielsweise aus China, werfen auf eines der berühmtesten Fossilien der Wissenschaftsgeschichte ein neues Licht.

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