Komödienstadel Ein Bayer in der Unterwelt
Die Komödie "Ein Bayer in der Unterwelt - ein teuflisches Vergnügen in drei Akten" aus der Feder von Thomas Stammberger (auch Regie) spielt an einem Ort, zu dem die Bayern ein liebevoll-ambivalentes Verhältnis pflegen: In der Hölle.
Das Feuer unterm Nockherberg
Aufgezeichnet wurde das Stück "Ein Bayer in der Unterwelt" am 30. und 31. August auf dem Münchner Nockherberg. Erstmals standen ausschließlich Darsteller der BR-Erfolgsserie "Dahoam is Dahoam" auf der Komödienstadel-Bühne. Sie konnten ihr komödiantisches Talent mit sichtlichem Vergnügen ausleben. Es gab rasante Dialoge, überraschende Wendungen und ein versöhnliches Happy End. Ein teuflisches Vergnügen für's Publikum.
Aus heiterem Himmel landet der brave Vermessungsbeamte Ludwig „Wiggerl“ Gramschatzer in der Hölle. Völlig zu Unrecht, wie er findet. Doch der junge Hipster- Teufel Luzifer, sein Vater Fürst Friedrich und deren Handlanger Wacholder lassen keinen Zweifel aufkommen: Aus der Hölle gibt es kein Entkommen! Das kann Wiggerl so nicht hinnehmen, denn er will unbedingt in zwei Wochen auf dem Fußballplatz stehen und seiner Mannschaft zu einem entscheidenden Sieg verhelfen.
Ausweglos
Und so versucht er dem lethargischen Höllenbewohner Alfons Grünbier, der sich längst mit dem „Leben“ in der Unterwelt abgefunden hat, mögliche Ausbruchsszenarien zu entlocken. Erfolglos. Auch Erzengel Raffael, der extra aus dem Himmel kommt, da Zweifel an der rechtmäßigen Verfrachtung des Beamten an den Ort der Verdammnis bestehen, macht ihm nur wenig Hoffnung. Das himmlische Asylverfahren entpuppt sich als Bürokratiefalle.
Ehehölle
Kurze Zeit später fährt Wiggerls Frau Gitti, mit der er in einer Ehekrise steckt, ebenfalls in der Hölle ein. Doch Luzifer umgarnt sie so teuflisch, dass sie gar nicht mehr weg will. Das macht den armen Wiggerl nicht nur mächtig eifersüchtig, sondern raubt ihm auch die letzte Hoffnung auf eine Flucht.
Tunnelblick
Aber dann erfährt er, dass der Tunnel, in dem die Verdammten täglich schuften müssen - angeblich zur reinen Tortur - doch ein Ziel hat: der junge Luzifer will in den bayerischen Landtag eindringen und von dort aus die Weltherrschaft an sich reißen. Fortan ist Ludwig Feuer und Flamme. Der gelernte Vermesser versucht heimlich, die Pläne für den Tunnel so zu manipulieren, dass dieser auf Berchtesgaden zuläuft. So könnte er aus dem Untergrund direkt auf das Spielfeld des besagten Fußballturniers gelangen.
Licht am Ende
Doch Wiggerl muss sich mehr und mehr eingestehen: Er könnte seine geliebte Frau Gitti niemals mit ihrem neuen Lover Luzifer in der Hölle zurücklassen. Und so setzt er alles daran, sie zurückzuerobern und für seinen waghalsigen Ausbruchsplan zu gewinnen...
Rolle | Darsteller |
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Ludwig "Wiggerl" Gramschatzer | Bernhard Ulrich |
Gitti Gramschatzer, seine junge Frau | Sophie Reiml |
Lord Luzifer, Juniorchef im Untergrund | Tommy Schwimmer |
Fürst Friedrich, Teufel im Ruhestand | Hermann Giefer |
Hein Wacholder, des Teufels General | Holger M. Wilhelm |
Alfons Grünbier, ein armer Sünder | Werner Rom |
"Burgl" Gramschatzer, Ludwigs Großmutter | Ursula Erber |
Erzengel Raffael | Ferdinand Schmidt-Modrow |
Autor | Regie | Redaktion |
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Thomas Stammberger | Thomas Stammberger | Corbinian Lippl,
Felix Kempter |