Wurmturm DIY Wurmkomposter für die Küche
In einem Wurmturm verwandeln verschiedene Regenwürmer und Mikroorganismen Küchenabfälle in wertvollen Humus, also Kompost. Während der Zersetzung des organischen Materials entsteht zudem Wurmtee – ein wertvoller und kostenloser Flüssigdünger. Sabrina baut einen solchen Wurmturm aus Plastikkisten für ihre Küche und zeigt Schritt für Schritt wie ein Wurmkompost aufgebaut ist.
Das Material für den Wurmturm:
Kisten aus recyceltem Plastik, Pappe, Würmer, Kokossubstrat und eine Handvoll Kompost, Küchenabfälle und Wasser.
Der Aufbau des Wurmturms
Aus insgesamt drei Kisten soll Sabrinas Wurmturm bestehen – eine vierte dient nur dem einfacheren Abzapfen des Wurmtees, ist also nur eine Erhöhung. Die unterste Kiste ist nur 10 cm hoch und dient als Auffangbehälter für den Wurmtee. Zum Ernten installiert Sabrina einen kleinen Zapfhahn, diese gibt es im Baumarkt für wenige Euro zu kaufen.
In die nächsten beiden Kisten bohrt Sabrina mit verschiedenen Bohrern sowohl in den Boden der Kisten als auch in die oberen Wände Löcher. Dabei achtet die Gärtnerin darauf, dass keine Plastikspäne abstehen, und saugt die Kisten vor dem Befüllen aus. Die zahlreichen Löcher sichern die Luftzirkulation und lassen ausreichend Sauerstoff in den Komposter, nur so können Würmer existieren und es kann Humus entstehen. Zudem ermöglichen es die Löcher im Boden der Kiste, dass die Würmer von ihrem anfänglichem „Bett“ in die Kompostetage wandern können.
In die Kiste über dem Auffangbehälter kommt nun eingeweichte Kartonage, wie kleingerissene Eierkartons (möglichst ohne Aufdruck), Toilettenpapier und Küchenkrepprollen. Auch Verpackungskartons eignen sich, aber bitte möglichst keine farbigen oder bedruckten Varianten. Auf diese Schicht kommt dann das Kokossubstrat, auch dieses so feucht, dass man das Wasser etwas ausdrücken kann. Überschüssiges Wasser kann nach unten ablaufen. Nun können die Würmer einziehen. Diese stammen von einer Wurmfarm und sind eine Mischung aus drei wertvollen Kompostwurmarten. 250 Stück hat Sabrina gekauft. Die Alternative zum Kaufen ist das Sammeln aus einem Komposthaufen oder bei befreundeten Gärtnern mit Wurmkiste nach einigen Würmern zu fragen.
Die Würmer werden in einem luftdurchlässigen Sack mitsamt Kompostsubstrat geliefert und einer Tüte Wurmfutter. Dieses enthält wichtige Mineralien, damit sich die Population gut entwickeln kann. Die Würmer kommen auf das vorbereitete Kokos-Pappe-Bett und werden mit einer dünnen Schicht Kartonage abgedeckt. Auf diese Etage kommt der eigentliche Kompostbehälter. Auch hier ist eine Schicht aus Pappe und Papier die Grundlage, darauf kommt der Küchenabfall und noch einmal etwas Kompostsubstrat als Starthilfe und zum Abdecken.
Bis zur Hälfte ihres Eigengewichts können Regenwürmer an Nahrung aufnehmen. Doch in den ersten Tagen ist noch etwas Vorsicht geboten, denn die Würmer müssen sich in ihrem neuen Zuhause erst wohlfühlen, bevor sie mit der Arbeit beginnen. Hebt man nach einigen Tagen die Deckschicht an und sieht wuselige Würmer, kann man die tägliche Ration an Küchenabfällen zu füttern beginnen.