Unter unserem Himmel Herbst im Steigerwald
Im Steigerwald mit seinen ursprünglichen Dörfern, Brauereien und sehr seltenen Rotbuchen-Urwäldern gehen Natur und Geschichte eine besondere Verbindung ein. Wir besuchen Waldbesitzer und –nutzer, Handwerker und Künstler.
Film von Sylvia von Miller
Verstreut in einem ausgedehnten Waldgebiet, mit den ältesten Buchen Deutschlands, gibt es im Steigerwald über einhundert Orte. Dorfgasthäuser bieten Gerichte mit Wild, Pilzen, Lamm, Fisch und Gemüse aus dem Steigerwald an.
In der Gärtnerei Werner werden die alten Gemüsesorten wieder angebaut.
Werner Hogen und einige andere Dorfbewohner haben in Fabrikschleichach ein kleines Glasmuseum errichtet.
Fabrikschleichach, das ehemalige Glashüttendorf, einst von Balthasar Neumann betrieben, wurde durch die Dorfbewohner wiederbelebt. Häuser werden renoviert, es gibt eine Töpferei mit einem Musikcafe und ein winziges Glasmuseum, das die Dorfbewohner selbst aufgebaut haben.
Ulli Mergner, der Förster von Ebrach geht einen Weg zwischen Naturschutz und wirtschaftlichen Interessen des Staatsforstes. Teile des Waldes werden sich selbst überlassen, um Tier- und Pflanzenarten zu bewahren, besonders alte Buchen werden geschützt.
Im Süden des Steigerwalds, in der Nähe von Iphofen wird die Waldweide wieder belebt. In dieser traditionellen Waldnutzung werden Schweine im Herbst in die Eichenwälder getrieben und leben dort wie vor Jahrhunderten für einige Monate von Eicheln, Wurzeln und was sie im Boden finden. Seit einem Jahr leben auch wieder Rinder in den Hutungen, den Lichtungen inmitten der Eichenwälder.