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Coming-of-Age-Drama von Marcus H. Rosenmüller Beste Chance

Seit dem Abi vor 5 Jahren haben sich die Freundinnen Jo und Kati nicht mehr gesehen. Während die eine die Welt bereist, müht sich die andere an der Uni ab. Aber fünf Jahre sind wie weggeblasen, als Kati eines Tages auf ihrem Anrufbeantworter besorgniserregende Nachrichten ihrer besten Freundin abhört.

Stand: 05.06.2020 |Bildnachweis

Filmszene aus "Beste Chance" | Bild: BR/Stefan Biebl

Ein Wiedersehen mit Kati und ihren Freunden in Tandern - fünf Jahre sind vergangen: Kati, inzwischen als Studentin an der Münchner Uni eingeschrieben, steht kurz vor ihrer Diplomprüfung in Architektur.

Filminfo

Originaltitel: Beste Chance (D, 2014)
Regie: Marcus H. Rosenmüller
Darsteller: Anna Maria Sturm, Rosalie Thomass, Johanna Bittenbinder, Andreas Giebel, Martin Schick
Länge: 100 Minuten
16:9, stereo, VT-UT

In ihrem Kopf existiert jedoch ein einziges großes Fragezeichen. Kati ist restlos überfordert. Da hilft auch ihre Lerngruppe mit Helmut nichts, der - nicht ganz uneigennützig - darum bemüht ist, ihr die wichtigsten Grundlagen zu erklären.

Als eines Abends Jos Mutter weinend auf Katis Handy anruft und ihr erzählt, dass sie einen Besorgnis erregenden Anruf von Jo aus Indien erhalten hat, ist Kati sofort alarmiert und hört ihren restlos überfüllten, seit Tagen nicht abgehörten Anrufbeantworter ab.

Kati ist verzweifelt - Jo hat mehrfach versucht sie zu erreichen und die Stimme der Freundin klang zunehmend Besorgnis erregend. Für Kati steht sofort fest: Sie muss Jo helfen.

Und natürlich macht sie sich als erstes auf den Weg nach Tandern, um Rocky und die alte Clique wieder zusammenzutrommeln. Doch fünf Jahre sind eine lange Zeit - und die Freunde von damals sind von Katis plötzlicher Rückkehr und ihrem Vorhaben, zu Jo nach Indien zu reisen, nicht besonders begeistert.

Fassungslos von der Teilnahmslosigkeit ihrer alten Freunde macht sich Kati im Alleingang auf den Weg nach Indien. Schnell überschlagen sich die Ereignisse. Irgendwann landet Kati in dem Ashram, aus dem Jos letzte Postkarte gekommen ist. Eines Abends trifft sie dort auf Ruben, einen Schweizer, zu dem sich Kati schnell hingezogen fühlt. Auch ihn fragt Kati nach Jo und zeigt ihm ein Foto ihrer Freundin - doch von Jo gibt es keine Spur.

Vor und hinter der Kamera

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Anna Maria Sturm als Kati

Anna Maria Sturm, 1982 in Regensburg geboren, absolvierte nach einem angefangenen Pharmazie-Studium von 2004 bis 2007 ihre Ausbildung zur Schauspielerin an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule. Schon während ihres Studiums trat sie mehrfach an den Münchener Kammerspielen auf, z.B. 2005 in "Santo Subito" unter der Regie von Tobias Bühlmann und 2006/2007 in "Engel" unter der Regie von Felicitas Brucker.

Noch als Studentin wurde sie für die Hauptrolle der Kati in Marcus H. Rosenmüllers Coming-of-Age-Trilogie "Beste Zeit" - "Beste Gegend" - "Beste Chance" (seit 2006) ausgewählt.

2008 und 2009 spielte sie als Gast-Darstellerin in "Krankheit und Jugend" (Regie: Anne Lenk) und "Die Wildente" (Regie: Sigrid Herzog) am Theater in Augsburg, bevor sie 2011 für "They shoot horses, don’t they?" unter der Regie von Susanne Kennedy an die Münchener Kammerspiele zurückkehrte. Derzeit ist sie dort in der Rolle der Clementine in dem Stück "Fegefeuer in Ingolstadt" - ebenfalls unter der Regie von Susanne Kennedy - zu sehen, mit dem sie 2014 zum Berliner Theatertreff eingeladen ist.

Seit 2010 spielte Anna Maria Sturm drei Jahre an der Seite von Matthias Brandt in den Münchener Krimifolgen von "Polizeiruf 110" u.a. unter der Regie von Hans Steinbichler (2010 "Denn sie wissen nicht was sie tun" und 2011 "Schuld"), Dominik Graf (2010 "Cassandras Warnung") und Hendrik Handloegten (2012 "Fieber"). Für die letzte Folge "Der Tod macht Engel aus uns allen" (2013, Regie: Jan Bonny) ist sie dieses Jahr für den Bayerischen Fernsehpreis nominiert.

Zu ihren weiteren Filmarbeiten zählt die Hauptrolle in Christian Züberts "Tatort - Nie wieder frei sein" (2010), sowie der unter der Regie von Dagmar Hirtz gedrehte Fernsehfilm "Die Hebamme - Auf Leben und Tod" (2011), die beide mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurden.

Neben der Schauspielerei arbeitet Anna Maria Sturm auch als Sängerin und veröffentlicht im Oktober mit ihrem Jazz-Quintett ihr Debütalbum.

Anna Maria Sturm lebt derzeit in Berlin.







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