BR Fernsehen - Sehen statt Hören







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Erinnerungen 30 Jahre Tschernobyl

30 Jahre liegt die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl nun zurück. Und jeder ab einem gewissen Alter hat wohl so seine eigenen Erinnerungen an diesen Tag. In „Sehen statt Hören“ erinnern sich fünf Zeitzeugen an ihre Erlebnisse.

Stand: 16.06.2016 |Bildnachweis

Schild Radioaktivität | Bild: BR

30 Jahre Tschernobyl - Zeitzeugen berichten

Vladimir

Vladimir

Vladimir lebte damals in Kiew, gerade einmal 100 Kilometer vom Reaktor entfernt. Doch als das Unglück passierte, war er 300 Kilometer weit weg. Er besuchte die 6.Klasse – und fühlte sich nicht informiert: Es wurde lediglich darauf hingewiesen, dass man im Freien nichts essen sollte und auch vom Brunnenwasser wurde abgeraten. Mehr nicht. Erst nach und nach begriff Vladimir, wie schlimm die Explosion und wie gefährlich die Strahlung war. Es hieß, man könne sterben. Das hatte ihn geschockt. Er erinnert sich heute noch an die Menschen, die sich nach Tschernobyl veränderten – Es fielen ihnen beispielsweise büschelweise die Haare aus. 







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