Pflanzen Robuste Pflanzen, die wenig Pflege brauchen
Sobald der Kalender den Monat März anzeigt, krempeln sich die meisten (Hobby-) Gärtner die Ärmel hoch und legen los. Denn: Es ist wieder Pflanzzeit! Wer es zwar gerne schön hat, sich aber nicht viel um die Pflege seiner floralen Sprösslinge kümmern möchte, sollte unbedingt auf robuste Pflanzen setzen. Welche das sind, erklärt Ihnen Gartenexpertin Brigitte Goss. Außerdem verrät sie ihren absoluten Favoriten für Gartenbereiche, die unter Bäumen liegen, wo sich kaum etwas entwickelt.

Im März beginnt wieder die Pflanzzeit und die Auswahl in den Baumschulen, Gartencentern und Pflanzenmärkten ist groß. Wer sich langanhaltende Schönheiten wünscht, die zugleich mit wenig Pflege verbunden sind, sollte auf robuste Pflanzenhelden setzen.
(Lesen Sie hier, wie Sie heimische Wildstauden pflanzen.)
Küchenschelle oder Kuhschelle, Pulsatilla vulgaris
Diese heimische Staude ist eine der ersten Blüten im Frühjahr. Sie blüht von März bis Mai in der Naturform in Lila, im Handel sind aber auch weiße und rosa blühende Pflanzen erhältlich. Die Küchenschelle wird nur etwa 20 cm hoch und ist für Wildbienen sie eine ausgezeichnete Nährpflanze.
Nach der Blüte binden sich die Samen in haarigen Büscheln, daher auch die Namen "Bocksbart" oder "Teufelsbart".
Standort: Ihr Lebensraum ist der kalkhaltige Magerrasen in offenen, sonnigen Lagen. Das bedeutet, dass sie im Steingarten wachsen kann. Die Kuhschelle braucht einen durchlässigen Boden, denn ihre Wurzeln wollen in tiefere Bodenschichten wachsen.
Achtung:
Die Küchenschelle darf nicht aus der Natur entnommen werden, da sie unter Artenschutz steht.
Immergrünes Felsenblümchen, Draba aizoides
Diese leuchtend gelb blühende Staude ist ebenfalls heimisch und kommt auf der Schwäbischen Alb und in den Mittelgebirgen vor. Das Felsenblümchen wird nur zwei bis fünf Zentimeter hoch. Nach der Hauptblütezeit im April bilden sich bis in den August immer wieder Blüten.
Standort: Die Lebensräume des Felsenblümchens sind steinige Lagen, Mauerkronen und Steinfugen. Der Untergrund sollte in jedem Fall kalkhaltig sein. Am besten gedeiht die Staude im Halbschatten.
Die beste Pflanzzeit ist das Frühjahr, damit sie vor dem nächsten Winter gut eingewurzelt ist.
Tipp:
Sie können das Felsenblümchen auch gut selbst vermehren, indem Sie einfach nach der Blütezeit Teile der Pflanze abtrennen und wieder einsetzen.
Lenzrosen, Helleborus orientalis
Die Lenzrosen gehören zu den Vagabunden im Garten. Die ursprüngliche Form sät sich bereitwillig aus. Ihre Vorteile sind, dass sie am Fuße von Hecken, im Schlagschatten von Mauern und zwischen den Wurzeln unter Bäumen wachsen.
Sie bilden große ledrige Blätter, die über den Winter noch immergrün sind, aber bis zum Frühjahr meist stark eintrocknen. Die Blüten, die für Hummeln ein wahres Fest sind, variieren von Weiß bis Dunkelrot und Purpur. Die Blütenstiele werden etwa 30 Zentimeter hoch.
Gut zu wissen: Im Handel bekommen Sie große Lenzrosen-Töpfe. Sie sind nicht ganz billig, da sie gezüchtet wurden und sehr lange brauchen, bis sie so üppig gewachsen sind.
"Die Lenzrosen sind mein absoluter Favorit für Bereiche unter Bäumen, in denen sich sonst kaum etwas entwickelt."
Brigitte Goss, Gartenexpertin
Kriechender Ehrenpreis, Veronica peduncularis "Georgia Blue"
Der kriechende Ehrenpreis wird nur etwa zehn bis 20 Zentimeter hoch und kann als flächendeckende Pflanze eingesetzt werden. Das Enzianblau der Blüte bildet einen schönen Kontrast zu dem rötlichen Laub. Die Pflanze blüht im Mai und noch einmal im Hochsommer.
Standort: In Steinanlagen mit viel Sonne fühlt der Ehrenpreis sich wohl, er wächst aber auch im Halbschatten. Damit der Pflanzenteppich auch schön dicht bleibt, ist es wichtig, den Boden vorzubereiten. Er sollte locker und nicht kalkhaltig sein.
Gut zu wissen:
Dieser Ehrenpreis ist eine gute Nährpflanze für Insekten und wird nicht von Schnecken attackiert.
Viel Freude mit den Pflanzen wünschen Brigitte Goss und "Wir in Bayern"!