Das Drama um die Rettung der Kinder in Thailand ist noch allgegenwärtig. Doch Höhlen und Wasser gibt es auch in Bayern. Außerdem hat die Bergwacht ein einzigartiges Trainingszentrum in Bad Tölz, wo sich alle möglichen Szenarien nachstellen lassen. So am Abend: Es galt, einen Verletzten Unterwasser zu retten.
Absolute Extremsituation im Bergwachtzentrum Bad Tölz
Die Höhlentaucher der Bergwacht sind absolute Spezialisten - wer in Höhlen taucht, ohne etwas zu sehen und ohne die Möglichkeit aufzutauchen, muss top fit sein, mental besonders stark und bestens ausgebildet. Einen Menschen Unterwasser zu retten ist eine absolute Extremsituation, die jetzt zum ersten mal im Bergwachtzentrum in Bad Tölz von den Höhlenrettern geübt wurde.
Bergwachtler ziehen verletzten Taucher aus fiktiver Höhle
Die Höhlentaucher transportierten dabei einen verletzten Taucher auf einer Trage aus einer fiktiven Höhle. Neben viel Koordination und Absprache untereinander brauche es vor allem eine bestimmte Bergetechnik um Kraft zu sparen, erklärt Höhlentaucher Stefan Garr.
Tauchaktionen auch für Berwacht immer möglich
Das Übungsszenario ist auch in Bayern absolut real - so mussten die Höhlentaucher vor vier Jahren einen Mann aus der Frickenhöhle oberhalb von Farchant retten. Ähnlich wie in Thailand war ihm der Rückweg durch Wassermassen versperrt. Nach über einen Tag konnte der Mann von den Höhlentauchern gerettet werden.