In der Debatte des Bildungsausschusses war schnell klar, das eigentlich niemand das bestehende Handyverbot ersatzlos abschaffen möchte. Auch Grüne und Freie Wähler sehen die Gefahren und plädieren darum auch in Zukunft für eine Regelung. So forderte der grüne Bildungsexperte Thomas Gehring eine Änderung der bestehenden Regel.
"Wir sind der Überzeugung, dieses allgemeine Handyverbot ist nicht zeitgemäß und wir müssen es durch andere Regelungen ersetzen." Thomas Gehring, MdL B90/Die Grünen
Uneins in Sachen Handyverbot an Schulen
Der Vorsitzende des Bildungsausschusses Martin Güll von der SPD will, dass künftig Lehrer, Eltern und Schüler entscheiden, ob Handys erlaubt sind. Stellte aber auch klar: "Wir werden nicht daran rütteln, dass das Handy grundsätzlich in der Schule auszuschalten ist." Der CSU-Bildungspolitiker Martin Ländner meinte, die Zeiten ändern sich und so sah auch er Handlungsbedarf. Es solle aber nicht jede Schule entscheiden dürfen was möglich ist, erklärte Ländner und sagte: "Wir werden nicht jeder Schule freigeben können. Wir sollten uns insgesamt eine Regel geben." Das deckte sich dann auch mit der Position der anwesenden Lehrer und Elternvertreter, die sich ebenfalls gegen eine völlige Freigabe der Handynutzung aussprachen.