"Ingwer": So nannte das Landgericht I das Verfahren gegen Alfons Schuhbeck - weil er die Zutat so gerne in seinen Rezepten verwendet. Der Starkoch ist wegen Steuerhinterziehung und versuchter Steuerhinterziehung angeklagt, und zwar in 25 Fällen, wie das Landgericht München I am Montag mitteilte.
Seit 2019 ist bekannt, dass gegen Schuhbeck ermittelt wird
Anfang August dieses Jahres hatte das Gericht bereits die Anklage zugelassen. Seit Ende Juni 2019 ist bekannt, dass gegen den prominenten Koch ermittelt wird. Auch Geschäftsräume waren damals untersucht worden.
Einem mitangeklagten Angestellten wird nach Gerichtsangaben Beihilfe zur Steuerhinterziehung und Beihilfe zur versuchten Steuerhinterziehung zur Last gelegt. Der Prozess soll am 5. Oktober beginnen, bis zum 22. Dezember sind 18 Verhandlungstage angesetzt.
- Zum Artikel: "Starkoch Schuhbeck muss ab Oktober vor Gericht"
Weitere Details, etwa zur Höhe der Summe, um die es bei dem Verfahren geht, teilte das Gericht nicht mit. Ein Sprecher hatte zuvor auf das Steuergeheimnis verwiesen.
Schuhbeck schuf ein gastronomisches Imperium
Der 73-Jährige ist einer der bekanntesten Köche und Gastronomen der Republik. Mit seinem Namen als Marke schuf er ein Imperium mit Restaurants – etwa die "Südtiroler Stuben" oder das "Orlando" am Müncher Platzl –, mit einem Catering-Service, einem Eissalon und Gewürzläden. Vergangenes Jahr wurde bekannt, dass sein Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten steckte. Er meldete Insolvenz an und begründete das mit dem Ausbleiben von Staatshilfen im Zuge der Corona-Pandemie.
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