Der FC Bayern hat ergebnistechnisch die richtige Antwort auf die Blamage in der Champions League gegeben. Die Münchner besiegten in der Bundesliga den SC Freiburg mit 2:1 (1:0). Nach einer überzeugenden ersten Hälfte zitterte sich das Team von Trainer Vincent Kompany zum Sieg. Weil parallel Bayer Leverkusen in Leipzig nicht gewinnt, haben die Münchner nun sechs Punkte Vorsprung auf die Werkself.
Harry Kane beendet Torfläutchen
Vincent Kompany nahm im Vergleich zum Mittwoch fünf Änderungen vor. Für Davies (Muskelverletzung), Laimer (Gelbsperre), den angeschlagenen Upamecano sowie Coman und Olise spielten Dier, Guerreiro, Pavlovic, Sané und Gnabry von Beginn an.
Seine Mannschaft legte energisch los, wild entschlossen, die Pleite von Rotterdam schnell vergessen zu machen. Nach 13 Minuten traf Jamal Musiala nach einem Sololauf bis zum gegnerischen Sechzehner nur den linken Pfosten. Zwei Minuten später machte es Harry Kane besser - unter gütiger Mithilfe des Freiburger Schlussmanns Noah Atubolu.
Kane wurde am Strafraum freigespielt, drehte sich um seinen Gegenspieler und traf per sattem Flachschuss. Der nicht wirklich platzierte Abschluss schien nicht unhaltbar (15.). Für den Torjäger war es der erste Treffer aus dem Spiel heraus seit Ende November. Zuletzt hatte es deshalb Kritik gegeben.
Im Video: Kane deutlich - "Gerede interessiert mich nicht"
Goretzka verletzt raus - Stanisic feiert Saisondebüt
In der Folge blieben die Münchner spielbestimmend, kamen aber kaum gefährlich vors Tor. Eine Flanke nach der nächsten wurde von den Freiburgern geklärt. Kurz vor der Halbzeit saß dann Leon Goretzka auf dem Rasen. Dem Mittelfeldmann war es zuvor in den Oberschenkel gefahren. Er wurde durch Josip Stanisic ersetzt, der sein Comeback nach seiner Knieverletzung und zugleich sein Saisondebüt feierte.
Kim und Ginter treffen nach Ecken
Auch nach der Pause kontrollierte das Team von Vincent Kompany die Partie und erhöhte zügig. In der 54. Minute köpfte Minjae Kim eine Ecke von Joshua Kimmich im Fünfmeterraum ins Tor. Die Freiburger und besonders ihr Schlussmann Atubolu protestierten, da Kim Atubolu vor seinem Kopfball leicht weggedrückt hatte, doch für Schiedsrichter Daniel Siebert war das zu wenig. Die Gäste wollten nun die Entscheidung gegen weiterhin harmlose Freiburger. Serge Gnabry verzog nur kurz später (58.).
Es dauerte bis zum Beginn der Schlussphase, ehe auch der Sportklub am Spiel teilnahm. Stanisic lenkte einen Höler-Kopfball zur Ecke, die von Ginter zum Anschlusstreffer veredelt wurde. Der Weltmeister von 2014 setzte sich von Gegenspieler Kim ab und lenkte die Kugel per Kopf in die lange Ecke (69.).
Freiburg riskierte nun mehr, der FC Bayern bekam Räume. So kam Coman per Distanzversuch zur nächsten Chance (82.). Doch der SC war immer noch nicht geschlagen. In der letzten Minute der vierminütigen Nachspielzeit vergab Michael Gregoritsch noch die Chance zum Ausgleich (90.+4). Am Ende reichte es für den Rekordmeister zum Auswärtssieg, der den Vorsprung auf Leverkusen vergrößert.
Im Audio: Vincent Kompany nach dem Auswärtssieg in Freiburg
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