Etwa ein Prozent des gesamten deutschen Strombedarfs wird im Chemiedreieck bei Burghausen verbraucht, Tendenz steigend. Denn für die Energiewende – weg vom Gas, hin zu den Erneuerbaren – braucht es in Zukunft viel mehr Strom.
Doch das Netz ist jetzt schon an der Belastungsgrenze. "Es gibt bisher keinen Alternativstandort für dieses Umspannwerk. Wir brauchen eine gute Stromversorgung", betont Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler).
Streit um Bayerns Klimaziele
Und es geht um mehr – nämlich um Bayerns Klimaziele. Vor zwei Jahren hatte die Staatsregierung beschlossen, bis 2040 klimaneutral zu werden. Doch im November hat sich das Kabinett davon wieder verabschiedet und das Datum um fünf Jahre nach hinten verschoben.
Das löste heftige Proteste nicht nur bei Umweltschutzverbänden aus. Die Grünen kritisierten im Landtag: "Markus Söder und Hubert Aiwanger beerdigen die Klimaschutzziele, anstatt dafür zu arbeiten, dass wir, unsere Kinder, unsere Enkelkinder hier in Bayern sicher leben können."
Diskutieren Sie mit!
Wie bekommen wir das zusammen: Eine leistungsstarke Wirtschaft und eine intakte Natur? Können alle Interessen berücksichtigt werden? Wie können Bayerns Industriestandorte zukunftssicher werden? Bis wann schaffen wir die Klimaneutralität? Was zählt mehr: Einzelinteresse oder Gemeinwohl?
Darüber diskutieren Bürgerinnen und Bürger mit dem bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Ludwig Hartmann (Grüne), Vizepräsident des Bayerischen Landtags.
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