Der Netzbetreiber Tennet will gegen Montagmittag in Niederaichbach über seine finalen Pläne zum Verlauf der Stromtrasse Südostlink im Abschnitt (D3b) bei Landshut informieren. Es sollen unter anderem die von Tennet bevorzugte Route und der angedachte Standort für den geplanten Konverter vorgestellt werden.
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Pläne sollen an Bundesnetzagentur gehen
Der Konverter soll den Gleichstrom aus der Leitung in Wechselstrom umwandeln, der im Anschluss in das Stromnetz eingespeist wird. Voraussichtlich Endes des Jahres will Tennet die Pläne für das Teilstück im Raum Landshut dann bei der Bundesnetzagentur einreichen.
Widerstand gegen die Pläne
Der Südostlink soll nach seiner Fertigstellung Strom aus dem Nordosten Deutschlands nach Bayern transportieren und dafür durch Teile Oberfrankens, der Oberpfalz und Niederbayerns verlaufen. Der Bereich um Landshut ist in den bisherigen Planungen der Endpunkt der Trasse. Auch hier gibt es aber teils großen Widerstand gegen die Stromautobahn.
Klagen abgewiesen
Anfang des Jahres hatte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig Klagen der Gemeinden Niederaichbach im Kreis Landshut und Brennberg im Kreis Regensburg sowie eines Landwirts abgewiesen. Die drei Kläger sind jeweils Eigentümer von Grundstücken, die möglicherweise für den Südostlink gebraucht werden. Für solche Flächen hatte die Bundesnetzagentur zuvor sogenannte Veränderungssperren erlassen, um zu verhindern, dass sie anderweitig genutzt werden. Die Kläger wollten sich dagegen wehren - erfolglos.
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